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Entstehungsgeschichte
Britisch-Kurzhaar (BKH) - fälschlicherweise auch Kartäuser genannt!
Um die Geschichte der Kartäuser-Katze ranken sich die verschiedensten
Legenden. Ob es stimmt, dass sie schon vor Jahrhunderten von
Kartäusermönchen in Frankreich gezüchtet wurde, die der Rattenplage Herr
werden wollten, oder dass diese Katzen auf dem Handelswege als "blinde
Passagiere" aus dem Fernen Osten importiert wurden, lässt sich nicht mehr
sagen. Fest steht jedenfalls, dass in Frankreich eine kurzhaarige und
robuste Katzenrasse unter dem Namen "Chartreux" gezüchtet wurde und in
England eine beinahe identische Rasse unter dem Namen "Britisch Blue" bzw.
"Britisch Shorthair".
Die Chartreux ist für den Laien fast nicht zu unterscheiden von der
Britisch Kurzhaar Blau. 1935 gab es für die Chartreux in Frankreich den
ersten Rassestandard. Die Zuchtbasis war jedoch nicht sehr groß, und um
den Grad an Inzucht nicht zu überschreiten, konnten die vorhandenen
Chartreux-Katzen bald nicht mehr miteinander gekreuzt werden. Man
importierte und züchtete daher die aus England sehr ähnlichen Britisch
Kurzhaar Blau-Katzen ein, was zu einer noch größeren typ-mäßigen
Angleichung führte, so dass die Chartreux und die Britisch Kurzhaar Blau
ca. 1967 zu einer Rasse zusammengefasst wurden. Da die Diskussionen nicht
mehr aufhörten, wer die wahre Kartäuser sei, wurden 1977 die beiden Rassen
wieder getrennt und fortan als zwei eigenständige Rassen, nämlich Britisch
Kurzhaar (BKH) und Chartreux geführt.
Oftmals kann man auf Katzenzüchter-Seiten als Beschreibung der Kitten
lesen: "Farbe: Kartäuser". Diese Angabe ist grundlegend falsch, richtig
müsste es heißen: Farbe: blau. Kartäuser ist keine Farb- sondern eine
Rassebezeichnung.
Die BKH ist eine Katzenrasse, die seit Ende des 19. Jahrhunderts bereits
in mehreren Farben gezüchtet wurde. 1901 wurde die Short-haired-Cat
Society gegründet, es war sozusagen die Geburtsstunde der Britisch
Kurzhaarkatze. Der Ursprung der Britisch Kurzhaar Katzen liegt, wie
gesagt, in Großbritannien. Die Vorfahren dieser Katzen waren gewöhnliche
englische Haus- und Straßenkatzen, die mit Perserkatzen verpaart, eine
stämmige Rassekatze, jedoch mit kurzem Fell, hervorbringen sollten.
Hier noch ergänzend ein sehr guter Link:
http://www.kartaeuser-cha.info/
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Rassestandard
Körper: kräftig, gut gebaut; tiefe, breite Brust; Rücken waagerecht;
kurze, kräftige und gerade Beine; Pfoten rund und fest;
Kopf: massiver, breiter Schädel; rundes Gesicht; kurzer, kräftiger Hals;
Nase kurz, breit und gerade;
Augen: groß und rund; gut geöffnet; weit auseinanderliegend; kupfer- oder
orangefarben;
Ohren: klein, mit abgerundeter Spitze; gut behaart; weit
auseinanderstehend;
Schwanz: kurz und dick, mit abgerundeter Spitze; wohlproportioniert zur
Körperlänge;
Farbe: alle Blautöne sind erlaubt, bevorzugt wird ein helles graublau;
keine silberfarbenen Haarspitzen; keine Zeichnung oder Weißtöne;
Nasenspiegel und Fußballen blau;
Fell: kurz und dicht; nicht anliegend, mit gut ausgeprägter Unterwolle;
Sonstiges: sehr pflegeleichte Katze, als Fehler gelten:
Schwanzmissbildungen, Stop, überlanges oder offenes Fell.
Die Highlander (Britisch Langhaar-BLH)
Zur Verbesserung der Fellqualität, der Farbe und des Körperbaus wurden in
den Anfängen der BKH-Zucht diese Katzen mit Persern verpaart. Die in den
nachfolgenden Generationen mit schönem kurzen Fell geborenen BKH vererbten
das Langhaargen aber verdeckt weiter. Wollte es nun der Zufall, dass bei
einer Verpaarung von BKH beide Katzen das Langhaargen trugen, konnte es
passieren, dass in einem Wurf BKH-Kätzchen ein kleiner Puschel auftauchte
- ein Highlander (Britisch Langhaar). Diese Langhaarvariante der BKH war
lange Zeit in Züchterkreisen verpönt, da sie nicht dem geltenden
Rasse-Standard der BKH entsprachen.
Mittlerweile gelten die Highlander in den meisten Vereinen als
eigenständige Rasse. Allerdings konnte man sich noch nicht auf einen
einheitlichen Rasse-Namen verständigen, so dass diese wunderschönen Katzen
unter der Bezeichnung Highlander, Lowlander oder Britanica auftauchen.
Der Rassestandard entspricht der der BKH mit
dem Unterschied der Felllänge. Die BLH gehört der Semi-Langhaar-Kategorie
an
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Die Anatomie der Katze
Wie der Mensch gehört auch die Katze zur Gattung der Säugetiere. So
ergeben sich einige Gemeinsamkeiten: das Skelett, die bekannten Organe und
Gewebe, die Muskeln und der Kreislauf. Während der Mensch ein
"Allesfresser" ist, gehört die Katze zu den Fleischfressern. Ihr Körper
weist deshalb eine Reihe von Besonderheiten auf, die sie zu einem
erfolgreichen Jäger machen.
Skelett
Katzen verfügen über ein stabiles Skelett, das jedoch sehr leicht und
elastisch gebaut ist. Es erlaubt die Wendigkeit der Katze, die
insbesondere bei der Jagd von großem Vorteil ist und auch die elegante
Fortbewegung der Tiere ermöglicht.
Das Skelett der Hauskatze besteht aus über 230 Knochen. Die Wirbelsäule
besteht aus sieben Hals-, 13 Brust-, sieben Lenden-, drei zum Kreuzbein
verwachsenen Kreuz- und 20 bis 23 Schwanzwirbeln. Darüber hinaus fehlt der
Katze ein Schlüsselbein. Lediglich ein Fragment, ein kleiner in die
Muskulatur eingebetteter Knochen ist noch vorhanden. Dadurch wird die
Bewegungsfreiheit der Katze weiter erhöht, denn so war es der Natur
möglich den Brustkorb der Katze schmaler zu "gestalten", die sich somit
z.B. durch engere Spalten etc. zwängen kann. Die Hinterbeine sind auf die
Erhöhung der Kraft mehr im Sprung als im Lauf spezialisiert. Die Katze
kann dank ihrer kräftigen Muskulatur sehr gut springen und schnell laufen.
Muskulatur
Die Muskulatur der Katze ist ihrem eigentlichen Lebenszweck als Jäger
angepasst, und sie bewirkt ein Maximum an Kraft für diese besondere
Aufgabe. Kräftige Bein-, Rücken und Kiefermuskeln unterstützen die
Bewegungsabläufe bei der Jagd und beim Töten der Beute. Wie ihre wilden
Artgenossen wendet die Katze bei der normalen Bewegung nur wenig Energie
auf, die aber bei der Jagd voll eingesetzt wird.
Ohren
Katzenohren sind extrem sensibel und nehmen höhere Frequenzen wahr als
die des Menschen. Das Gehör der Katze zählt zu den besten unter den
Säugetieren. Es ist empfindlicher als das des Hundes und dreimal
leistungsfähiger als das den Menschen. Der Frequenzumfang des Gehörs der
Katze umfasst 10,5 Oktaven. Die obere Frequenzgrenze (100kHz) liegt im
Bereich der Geräusche, die Mäuse als wichtigste Beutetiere von sich geben.
Sie können sich unabhängig voneinander in die Richtung der Geräuschquelle
drehen, drücken jedoch auch die jeweilige Stimmung des Tieres aus. Durch
winzige Muskeln in den Ohren werden die Vibrationen besonders lauter
Geräusche gedämpft. Der Gehörmechanismus ist so empfindlich, dass er sehr
verletzungsanfällig ist.
Augen
Bei Helligkeit sehen Katzen außerordentlich gut; entgegen landläufiger
Meinung können sie jedoch im Dunkeln nicht uneingeschränkt sehen.
Allerdings verfügen sie über ein Gewebe hinter der Netzhaut, das ihnen
auch sehr schwaches Licht optimal auszunutzen hilft, dadurch sieht die
Katze ca. 50% besser im Dunkeln als der Mensch. In der Nacht weitet sich
die Katzenpupille extrem, um soviel Licht wie möglich einzufangen; bei
Tageslicht hingegen verengt sie sich zu einem schmalen Schlitz. Ist die
Katze krank, erscheint ein drittes Augenlid, die so genannte Nickhaut;
eine graue Membrane, die sich von der Augeninnenseite über die Pupille
schiebt, um sie zusätzlich zu schützen und anzufeuchten.
Farben werden von Katzen nur eingeschränkt wahrgenommen, völlig
farbenblind sind sie jedoch nicht. Da die Katze ihre Augen kaum nach links
oder rechts bewegen kann, muss sie, um in eine andere Richtung sehen zu
können, ihren Kopf bewegen. Durch die nach vorne gerichteten Augen ergibt
sich eine starke Überschneidung der Sehachsen, was ein besseres räumliches
Sehvermögen bedeutet. Der Sichtwinkel der Katze beträgt 200 bis 220°.
Die Farbe der Katzenaugen weist eine eindrucksvolle Bandbreite auf; von
Kupfer, Gold, Orange und einer ganzen Palette Grün bis hin zu
verschiedenen Blautönen.
Nase
Der Nasenspiegel ist nicht behaart. Die schützende Haut ist an diesen
Stellen 75mal dicker als gewöhnlich und weist ein individuelles Muster
auf, ähnlich dem menschlichen Fingerabdruck. Die Nase reagiert besonders
empfindlich auf Temperatur und Druck. Der Geruchssinn ist eng mit dem
Geschmackssinn gekoppelt.
Gebiss
Das Katzengebiss besteht aus 30 Zähnen. Die Milchschneidezähne sind
mit ca. 8 Wochen vollständig ausgebildet; mit 5-6 Monaten erfolgt der
Wechsel der Schneidezähne. Das endgültige Gebiss ist mit 7-9 Monaten
vollendet. Katzen sind Fleischfresser. Aus diesem Grunde ist ihr Gebiss so
ausgestattet, dass sie ihre Opfer möglichst effektiv töten, zerreißen und
verschlingen können.
Die langen, dolchartigen Eck- oder Fangzähne dienen zum Packen, Festhalten
und Töten der Beute, die Reißzähne zum Abbeißen von Fleischstücken, die
ohne weitere Zerkleinerung geschluckt werden. Die Reißzähne werden durch
den vergrößerten letzten Vorbackenzahn und den ersten Backenzahn gebildet.
Sie weisen zackige Spitzen auf, die beim Beißen scherenartig aneinander
vorbeigleiten.
Der Speichel, der dem Menschen zur Vorverdauung dient, hilft der Katze
ihre Nahrung hinunterzuschlucken. Im Magen und Dünndarm wird der
Speisebrei dann von scharfen Verdauungssäften zersetzt.
Zunge
Die Geschmackserkennung muss bei Katzen präzise und schnell erfolgen,
da diese ihre Nahrung nicht kauen. Die Geschmackserkennung ist nötig, um
verdorbene oder ungenießbare Nahrung zu erkennen. Die Zunge ist rau, da
diese mit Papillen besetzt ist. Die zentralen Papillen sind mit Dornen
besetzt, die zum Körper hin zeigen. Diese Dornen dienen zum Kämmen des
Felles oder zum Abschaben des Fleisches von Knochen. Die vorderen Papillen
dienen der eigentlichen Geschmackswahrnehmung. Dies betrifft vor allem
sauer, salzig und bitter. Die Zunge wird auch als „Schöpfkelle“ beim
Trinken verwendet.Katzen können süß nicht schmecken. Den Tieren fehlen
Teile des Gens, welches die Informationen für eine Hälfte des
Erkennungsproteins für "süß" trägt, wie amerikanische Forscher entdeckt
haben. Die Folge ist ein funktionsunfähiger Rezeptor in den
Geschmacksknospen der Katzenzunge.
Schnurr- oder Barthaare
Die Tasthaare kennzeichnen die Katze als vorwiegend nachtaktives Tier.
Katzen verfügen über Tasthaare insbesondere an der Schnauze, jedoch auch
über den Augen und am Unterarm. Die Tasthaare werden durch Luftbewegungen
in Vibrationen versetzt, die über Sinneszellen an den Tasthaarwurzeln in
ein räumliches Bild der Umgebung umgesetzt werden - Katzen "sehen" dadurch
zumindest grobe räumliche Strukturen ihrer direkten Umgebung auch in
völliger Dunkelheit. Die Tasthaare sind bereits bei Neugeborenen
vollständig ausgebildet, was die Wichtigkeit des Tastsinnes deutlich
macht.
Pfoten und Krallen
Die Katzenpfote ist ein kompliziertes Gebilde. Die Vorderpfote besteht
aus fünf Zehenballen, fünf Krallen und zwei großen Sohlenballen. Die
fünfte Kralle funktioniert wie ein Daumen und dient zum Klettern und zum
Festhalten der Beute. Die Hinterpfote besteht aus vier Zehenballen, vier
Krallen und einem großen Sohlenballen und wird beim Klettern, Putzen,
Graben, Jagen und Spielen eingesetzt. Duftdrüsen an den Pfoten
hinterlassen Duftmarken an Territoriumsgrenzen. Die Krallen sind
dolchartig gebogen, scharf und in ihren Futteralen, den Krallentaschen,
verborgen, wenn sie nicht gebraucht werden. Das unwillkürliche Ausfahren
der Krallen wird durch Sehnen im Zeheninneren verhindert. Aufgrund der
weich gepolsterten Zehen und der Zurückziehbahren Krallen können Katzen
sich gut an ihre Beute heranschleichen. Der Tastsinn an den Pfoten ist
sehr stark ausgeprägt, ein Grund, weswegen Katzen Gegenstände auch mit den
Pfoten untersuchen.
Schwanz
Der Schwanz dient der Katze in vielerlei Hinsicht; zum Balancieren,
als Steuerungsinstrument beim Fallen und als Stimmungsbarometer. Die
Katzenmutter setzt ihn auch oft als Lernhilfe ein. Um den Jagdinstinkt zu
fördern, dürfen die Kätzchen dem Schwanz der Mutter nachjagen und ihn
"fangen".
Quellangabe Anatomie:
http://www.lassalle-cats.de/allerlei.htm
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Krankheiten der Katze
Katzenschnupfen
Vor allem durch Herpes- und Calici-Viren hervorgerufene Entzündung der
Schleimhäute des Kopfes (Nase, Mund, Augen). Kann sich auf die gesamten
Atemwege bis hin zur Lunge ausdehnen. Zur Grundimmunisierung wird etwa in
der 8. Lebenswoche erstmals und nach etwa 1 Monat zum zweiten Mal
geimpft. Die Auffrischung erfolgt dann jährlich.
Katzenseuche
Wird auch als Panleukopenie (Verminderung der Anzahl aller Arten weißer
Blutkörperchen im Blut) oder infektiöse Enteritis (Darmentzündung)
bezeichnet. Es handelt sich um eine Parvovirus-Infektion, die durch
heftiges Erbrechen und Durchfall, begleitet von hohem Fieber,
gekennzeichnet ist. Die Impfung erfolgt mit einem entsprechenden Impfstoff
zeitlich gemeinsam mit der für Katzenschnupfen.
Tollwut
Viruserkrankung der Katze, die auf den Menschen übertragbar ist, sog.
Zoonose. Das Rabiesvirus dringt über kleine Hautverletzungen in den Körper
ein und gelangt über die Nerven ins Gehirn, wo es eine Entzündung
hervorruft, die Ursache für Verhaltensveränderungen ist. Bei
ausschließlich im Haus gehaltenen Katzen ist eine Impfung nicht
erforderlich. Sobald ein Zusammentreffen mit potenziell infizierten
Tieren aber möglich ist, sollte auf jeden Fall geimpft werden. Geimpft
werden dürfen Kitten erst ab vollendetem dritten Lebensmonat. Impfschutz
liegt nach Erstimpfung nach 21 Tagen vor. Wie lange der Impfschutz gilt,
richtet sich nach den Angaben des Herstellers. Der Tierarzt trägt dies in
den Heimtierausweis ein. Innerhalb dieser Zeit muss dann die
Wiederholungsimpfung erfolgen.
FeLV-Infektion
Wird durch das FeLV (felines Leukämie-Virus) hervorgerufen, das zur selben
Gruppe wie das HIV (humanes Immundefizienz-Virus) zählt, jedoch nicht auf
den Menschen übertragbar ist. Die Krankheit führt zur
Verminderung von roten (Anämie) und weißen (Leukopenie) Blutkörperchen.
Erkrankte Katzen sind schwach und müde. Aufgrund des gestörten
Immunsystems können gehäufte Infektionen und Tumoren auftreten. Zur
Grundimmunisierung wird etwa in der 9. Lebenswoche erstmals und nach etwa
1 Monat zum zweiten Mal geimpft. Die Auffrischung erfolgt dann jährlich.
FIV - Katzen "Aids"
Eine Schutzimpfung steht derzeit in Deutschland noch nicht zur Verfügung.
Hervorgerufen wird diese Infektionskrankheit durch das FIV (felines
Immundefizienz-Virus), das ebenso wie das FeLV mit dem HI-Virus verwandt
ist. Die Katzen werden schwach, haben wenig Appetit, verlieren an Gewicht
und neigen zu Infektionen. Derzeit gibt es keine Impfung gegen Katzen
"Aids".
FIP
Abkürzung für Feline Infektiöse Peritonitis (Bauchfellentzündung). FIP
wird durch ein Coronavirus hervorgerufen. Allerdings rufen Coronaviren in
vielen Fällen nur harmlose Erkrankungen ähnlich einer Erkältung hervor.
Wie es dann genau zu einer FIP-Erkrankung kommt, ist noch nicht restlos
geklärt, auf jeden Fall spielen mutierte Virenstämme, eine genetische
Veranlagung sowie das Immunsystem der erkrankten Katze eine Rolle. Die
Infektion führt zu Fieber und meist über mehrere Wochen zu einer
Peritonitis mit Aszites (Bauchwassersucht), die durch eine
Bauchumfangzunahme deutlich wird. Die Katze magert ab. Es können
allerdings auch die Brusthöhlen betroffen sein (Brusthöhlenergüsse mit
Atmungsbehinderung). Ergüsse können auch ganz fehlen (trockene Form). Der
Impfstoff wird in die Nase eingeträufelt. Eine Schutzwirkung der
umstrittenen Impfung ist nicht gegeben.
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Giftige Zimmerpflanzen,
giftige Gartenpflanzen
Wenn die Katze keinen Garten oder Balkon zur Verfügung hat, sollte man
der Katze Katzengras zur Verfügung stellen, da sie sonst Zimmerpflanzen
anknabbert, die gefährlich für sie sein können.
Eine kleine Auswahl an giftigen Zimmer- und Gartenpflanzen habe ich
aufgelistet, die für die Katze gefährlich werden können. Besteht der
Verdacht, dass die Katze an einer giftigen Pflanze gefressen hat, und
treten erste Anzeichen einer Vergiftung auf, d.h. die Katze erbricht
oder hat Krämpfe, sollte man sofort mit ihr zum Tierarzt gehen.
Alpenveilchen
Azallee
Buschwindröschen
Christrose
Chrysantheme
Efeu
Elefantenfuß
Engelstrompete
Farne
Feuerdorn
Ficus
Geranien
Hyazinthe
Iris
Jasmin
Krokusse
Lebensbaum
Maiglöckchen
Misteln
Narzissen
Nelken
Olenander
Orchidee
Philodendrohn
Rittersporn
Schneeglöckchen
Stechpalme
Tulpen
Usambaraveilchen.
Wacholder
Weihnachtsstern
Hier ein Link zur Giftpflanzendatenbank für Veterinärmedizin der
Universität Zürich:
http://www-vetpharm.unizh.ch/PERLDOCS/TOXSYQRY.HTM
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Hier eine Geschichte, die zum Nachdenken
anregen soll:
Diese wahre Geschichte ist als symbolisches
Mahnmal gedacht.
Es soll alle zukünftigen Tierkäufer und Tierhalter zum Nachdenken anregen.
"Lea" könnte auch eine Katze sein ...... denn überall gibt es sie, die MASSENZUCHT, oder SCHWARZZUCHT ...
Die nachfolgende Geschichte stammt von der amerikanischen Toller-L mit der
Bitte, sie an möglichst
viele Tierfreunde weiterzuleiten. Sie handelt von einem Welpen im Petshop
(Tierhandlung).
Toller-Info bittet alle Leserinnen und Leser um aktive Aufklärung
zukünftiger Tierhalter.
Der Artikel darf (soll) weiterverwendet werden (Sie dürfen ihn gern
kopieren und auf Ihrer HP einfügen!),
sei es als Infoblatt in der Tierpraxis und bei Futterlieferanten oder als
Bericht in einer regionalen Zeitung.
Leas Geschichte
Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und
dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama
und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur
wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von
ihnen waren plötzlich gestorben.
Als sie mich von meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und
war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte
meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so
schlecht. Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und
dass das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven gingen.
So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir
kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten, ohnmächtig
vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten.
All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche - wir sind in
einem „Petshop“, einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige
miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von
andern Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem
kleinen Käfig.
Manchmal kommen Menschen uns anschauen, oft ganz kleine Menschen, die sehr
fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen.
Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig. Manchmal packt uns
jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und
streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen „oh,
sind die süß, ich will eines“, aber dann gehen die Leute wieder fort.
Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr
weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körperchen
gewichen ist. Als sie sie am Morgen aus dem Käfig nehmen sagen sie, sie
sei krank gewesen und ich sollte verbilligt abgegeben werden, damit ich
bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als mein kleines
Schwesterchen weggeworfen wird.
Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft ! Jetzt wird alles
gut ! Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für MICH entschieden
haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine
Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und Mutter
sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hundchen. Ich heisse jetzt Lea.
Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist wunderbar. Sie
lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf
mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich
mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts ist schöner als
mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.
Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich
bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt
mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich. Der Tierarzt
schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz
bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und
von Herz zwei. Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie
gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem
begriffen aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.
Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild
und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh. Die Schmerzen gehen
nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit
dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund
sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über
mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.
In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hiess es
„genetisch“ und „nichts machen“. Ich möchte draußen in der warmen Sonne
mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht.
Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr
aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen.
Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los ?
War ich böse ? Sind sie am Ende böse auf mich ? Nein, nein, sie liebkosen
mich ja so zärtlich. Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten ! Ich kann
nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken aber
wenigstens erreiche ich seine Hand. Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich
habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich
lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken.
Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich
empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft,
ein kleiner Stich... Gott sei dank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle
tiefen Frieden und Dankbarkeit. Ein Traum: ich sehe meine Mama, meine
Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu,
dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Friede und Glück. So sage ich
meiner Menschenfamilie auf Wiedersehen auf die einzige mir mögliche Weise:
mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln.
Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch verbringen, es hat nicht sein
sollen. Statt dessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht. Es tut mir
leid, ich war halt nur eine Händlerware.
Lea
©1999 J. Ellis - bewilligte Übersetzung von E. Wittwer
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